Freitag, 25. September 2015

Isla Cozumel

Am Donnerstag (17.09) kamen wir gegen Abend auf Cozumel an. Die für ihre wunderschöne Unterwasserwelt bekannte (das Riff ist das weltweit zweitgrößte)  & daher bei Tauchern sehr beliebte Insel („If you didn’t dive in Cozumel, you haven’t been to Cozumel“) liegt auf der Karibikseite Mexikos, nur eine kurze Fahrt mit der Fähre (bei der man durch laute mexikanische Livemusik gut unterhalten wird) von Playa del Carmen entfernt.


 
Angekommen checkten wir in einem gemütlichen kleinen Hostel für zwei Nächte ein und machten uns anschließend auf die Suche nach der perfekten Tauchschule, was nicht einfach war, da die Auswahl wirklich riesig ist. Nachdem wir uns für eine entschieden hatten buchte Becky (die ihren Tauchschein bereits hat) eine Tour mit zwei Flaschen für den nächsten Tag, während sich Laura dafür entschied an einem sogenannten „Resort Course“ teilzunehmen, bei welchem man auch ohne Schein zusammen mit einem Tauchlehrer die Möglichkeit hat, auf „nur“ etwa 8 Metern tauchen auszuprobieren.

Nachdem wir etwas gegessen hatte, schauten wir uns am Hauptplatz von San Miguel (übrigens die einzige Stadt der Insel) eine Wasser-Lichtershow an und gingen früh zu Bett um für den nächsten Tag fit zu sein. Etwas erschwert wurde uns dies durch eine Zimmergenossin die sich in einer schwierigen Phase mit ihrem Freund befand und uns ihre Beziehungsgeschichte in aller Ausführlichkeit darlegte. ´

 


Am nächsten Morgen fanden wir uns um acht Uhr in der Tauchschule ein. Nachdem Neoprenanzug, BC, Gewichte und Flossen angepasst worden waren, ging es für mich (Becky) direkt los, während sich Laura erst einmal mit Theorie berieseln lassen musste.
Außer mir nahmen noch drei Amerikaner (unter anderem eine Frau die mit 68 Jahren gerade erst das Tauchen gelernt hatte!) und ein Spanier an den Tauchgängen teil. Mit einem kleinen Boot ging es dann zu unserem ersten Platz, an welchem wir bei wunderbar angenehmen 29 Grad Wassertemperatur beeindruckende Korallenformationen und eine artenreiche Tierwelt bestaunen konnten. Beim zweiten Tauchgang hatten wir sogar das Glück Schildkröten zu sehen, eine ließ sich sogar zu einem Selfie mit mir überreden.





Bei mir (Laura) ging es erst nach einer kleinen Theoriestunde los, in welcher mir alle wichtigen Grundlagen (z.b der Druckausgleich) beigebracht wurden. Anschließend fuhren wir an den Strand, von welchem aus wir ins Wasser gingen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase durfte ich dann auch tiefer nach unten und wir begannen den Tauchgang. Diese „Probetauchgänge“ sind gut dafür geeignet um festzustellen ob dir der Sport liegt, was bei mir definitiv der Fall ist! Das Gefühl unter Wasser atmen zu können ist zwar am Anfang etwas komisch, aber trotzdem unglaublich cool und es macht total viel Spaß.

Den Nachmittag verbrachten wir dann ausgelaugt in unserem Hostel, bevor wir abends nach zahlreichen gescheiterten online Buchungsversuchen („Fuck, wir haben echt alles gegeben!“) das Ticket für unsere Rückfahrt mit dem Bus für den folgenden Tag im Laden buchten. Danach aßen wir noch typisch mexikanische Burritos und spazierten an der Strandpromenade entlang.

Am Samstag ging es wieder relativ früh los, in den Nationalpark Punta Sur im Süden der Insel. Wir hatten einen total netten Taxifahrer erwischt der mit uns ohne Aufpreis quasi eine halbe Inselführung machte. Er brachte uns zum Nationalpark und wir verabredeten, dass er uns später wieder abholen würde, da es im Park keine Taxis gibt. Dann legten wir uns erst einmal an den atemberaubenden Strand. Leider kann man so etwas schwer auf Bildern festhalten, aber es war bisher der schönste Strand Mexikos für uns. Außerdem waren außer uns nur noch etwa ein Dutzend anderer Personen am Strand, was uns den Eindruck vermittelte auf einer kleinen privaten Karibikinsel zu sein.

 
 



Nachdem uns unser Taxifahrer abgeholt hatte (sogar pünktlich!), kutschierte er uns zum Leuchtturm des Parks weiter. Von diesem aus hatte man nach einem anstrengenden Aufstieg einen wunderschönen Blick über die Landschaft und das kristallklare Meer. Vor der Besteigung des Turms sprachen uns Mitarbeiter des Parks an, ob wir die Freilassung von Babyschildkröten des Reservats ins Meer mitbeobachten wollten. Natürlich wollten wir! Wir verliebten uns auf den ersten Blick in die süßen Minischildkröten und konnten gar nicht genug von ihnen kriegen.

 

 
Danach fuhren wir mit unserem Taxi weiter zu einer Stelle des Nationalparks, an der man Krokodile beobachten kann. Wir hatten sogar das Glück, dass sich ein Krokodil direkt unter dem Steg der Aussichtsplattform befand. Ein Mitarbeiter erklärte uns, dass etwa 200 Krokodile im Park leben und unsere neue 3 Meter lange Bekanntschaft Julio hieß und zwischen 10 – 15 Jahre alt war.


 

 















Nach diesem interessanten, aber auch etwas beängstigendem Anblick verließen wir Punta Sur und fuhren über die andere Seite der Insel zu einer einheimischen Tequila Fabrik. Hier wurde uns erklärt, wie dieser Tequila hergestellt wird und natürlich durften wir auch die verschiedenen Sorten (Mango, Erdbeer, Schokolade, Kaffee, …) probieren. Wer braucht schon Weinproben, wenn man auch Tequilaproben machen kann! Leider war uns der Preis von 50 Dollar­+ pro Flasche dann etwas zu teuer und wir verabschiedeten uns wieder.

Unser Taxifahrer fuhr uns dann noch zu unserem Hostel, wo wir uns mit einem großen Trinkgeld für den schönen Tag bei ihm bedankten (die eigentliche Fahrt hätte nur etwa 30€ gekostet). Zu Fuß gingen wir dann zum Hafen wo unsere Fähre nach Playa del Carmen abfuhr. Auf der Rückfahrt waren wir übermüdet nicht mehr ganz so angetan von der überlauten Coverband und somit froh als die Fahrt vorbei war. Mit dem Bus ging es dann anschließend zurück nach Mérida, wo wir spät nachts ankamen.

Insgesamt war es ein wirklich schöner Ausflug und Cozumel ist jedem Naturliebhaber sehr zu empfehlen!


Bis bald,

Becky & Laura

Mittwoch, 23. September 2015

Día de la Independencia - Tulum & Playa del Carmen

Wie versprochen gibt es heute einige Geschichten von unserer Zeit in Tulum, & Playa del Carmen zu erzählen.

Tulum

Der „Día de la Independencia“ (Unabhängikeitstag) ist einer der wichtigsten Feiertage in Mexiko und es heißt, dass die größte Party in Playa del Carmen stattfindet. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen und brachen somit am 15. September frühmorgens von Mérida auf nach Tulum, der ersten Haltestelle auf unserem Weg. In Tulum gibt es die, neben Chichen Itzta wohl bekannteste Maya Stätte Yucatans. Direkt am Strand gelegen (selbst die Mayas wussten den Wert von einem Strandhaus wohl schon zu schätzen) wirkt die Ruine sehr paradiesisch. Das Gelände erstreckt sich über eine große Fläche mit vielen verschiedenen Tempeln und Pyramiden. Der aber wohl schönste Fleck ist der Tempel des Windes direkt auf einer Klippe über dem Meer, mit Zugang zum Strand. Leider war das Meer aufgrund einer Algenplage nicht sehr schön, aber wir genossen die Aussicht trotzdem.


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Playa del Carmen

Nachdem wir in der Mittagshitze zahlreiche Bilder geschossen hatten, ging es weiter ins nur etwa eine Stunde entfernte Playa del Carmen (von Mérida direkt nach Playa del Carmen dauert es circa 4 Stunden). Dort angekommen brachten wir unser Gepäck ins Hotel und machten uns dann sofort auf die Suche nach etwas zu essen. Wir stärkten uns in einem kleinen Restaurant mit Nachos, Pizza und Tacos für den Abend, und anschließend ging es direkt an den Strand von Playa del Carmen, wo wir mit unserer Gruppe (die Reise wurde von der Studentenorganisation unseres Vermieters durchgeführt) bei Sonnenschein und Musik begannen für die Nacht vorzuglühen.















 Nach Sonnenuntergang begaben wir uns erst gegen 21:00 Uhr wieder zum Hotel, von wo aus wir nach einer kurzen Pause im Pool und einer Dusche ins Nachtleben von Playa del Carmen starteten. Von der Straße aus konnten wir gleich das Feuerwerk beobachten, welches die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag einläutet (der eigentliche Dia de la Independencia ist erst am 16.September, das Feuerwerk fand jedoch aus unerklärlichen Gründen schon eine Stunde vor Mitternacht statt) und von dem lauten Ausruf „Viva México!“ (Es lebe Mexiko!) gekrönt wird. Danach folgten wir den Menschenmassen (es war unglaublich viel los) noch in einen Club direkt am Strand und feierten mit den Mexikanern bis tief in die Nacht.

Am nächsten Tag, dem 16. September (der Unabhängigkeitstag), fuhren diejenigen die in der Lage waren vormittags aufzustehen nach Akumal, ein Strand an welchem man beim Schnorcheln viele Schildkröten sehen kann. Dort genossen wir den Nachmittag unter Palmen und erholten uns von der vergangen Nacht. Wieder im Hotel angekommen, trafen wir die Entscheidung den Abend nur gemütlich in unserem Hotel am Pool zu verbringen.

Aufgrund der vielen Touristen ist Playa del Carmen sehr amerikanisch geprägt und es gibt viele bekannte Läden wie Victorias Secret oder Forever 21. Das wollten wir natürlich auch ausnutzen und verbrachten den Vormittag unseres letzten Tages damit durch die verschiedenen Geschäfte zu bummeln. Die Hauptstraße erinnert mit endlos aneinandergereihten Hotels, Shops, Restaurants, Bars, Clubs und nervigen Promotern an Partyhochburgen wie den Ballermann oder Lloret de Mar.




Gegen 16:00 Uhr brach der Rest unserer Gruppe wieder nach Mérida auf, während wir und unsere Mitbewohnerin Lara (sie hatte am 16.September Geburtstag, daher an dieser Stelle nochmal alles Liebe & Gute von uns!) uns mit der Fähre auf den Weg nach Cozumel (die größte Insel Mexikos liegt nur eine halbe Stunde vom Festland entfernt) machten.

Was wir in Cozumel erlebt haben, könnt ihr im neuesten Eintrag lesen!


Becky & Laura

P.s Was bei einer Reise nach Playa del Carmen zu beachten ist, ist das es weniger sicher ist als beispielsweise Mérida, da die Stadt in einer sehr armen Region liegt. Ein Freund von uns wurde auf dem Nachhauseweg von Prostituierten bedrängt, welche ihm dann das Handy stahlen, einer anderen Freundin wurde am Strand die Tasche gestohlen. Also falls es euch mal hierher verschlägt ist aufpassen angesagt!

Sonntag, 13. September 2015

Kulturtrip Yucatán

Da unser letzter Trip (nach Holbox) nun auch schon einige Tage zurücklag, machten wir letztes Wochenende vom 5. bis zum 6. September wieder einen kleinen Ausflug.
Dieses Mal unternahmen wir eine eher kulturell angehauchte Reise, die aber nicht weniger interessant war.

Samstag

Am Samstag ging es um 8 Uhr morgens (natürlich mit Verspätung) von Mérida direkt nach Izamal, eine Kleinstadt in Yucatan, in der alle Häuser der Innenstadt gelb sind. Dort erkundeten wir P’ap’hol-chaak, die Kirche des Franziskanerkonvents. Der Hof vor der Kirche ist nach dem Petersplatz in Rom der zweitgrößte seiner Art weltweit.

 
 

Weiter ging es zu der Maya Ruine Kinich Kak Moo, von der man einen wunderschönen Blick auf die gelbgetünchten Häuser hat. Danach durchstreiften wir noch die kaum befahrenen Straßen der Stadt und landeten auf einem Markt, auf dem es fast nichts anderes als riesige Mengen an Fleisch zu kaufen gab.



 
Mit einigen waghalsigen Fahrmanövern durch die engen Straßen chauffierte uns unser Busfahrer dann aus der Stadt weiter zu Ek Balam, der höchsten Mayastätte, welche mitten im Urwald liegt. Bei gefühlten 100 Grad kämpften wir uns auf den höchsten Tempel der Ruine und wurden dort für unsere Anstrengungen mit einem magischen Ausblick belohnt. Um uns herum ragten vereinzelt die Spitzen der Mayaruinen aus dem Meer aus grünem Wald.

 
 
 
Kaum hatten wir später aber den Abstieg geschafft ging es mit der nächsten Anstrengung weiter, denn wir marschierten zwei Kilometer durch den Urwald um zu einer nahgelegenen Cenote zu gelangen. Da diese auch komplett im Wald liegt, war das Feeling dort zu schwimmen nochmal etwas ganz besonderes. Als wir uns von der Cenote dann auf den Rückweg zum Bus machten meinte es Petrus nicht so gut mit uns und es begann in Strömen zu regnen. Klitschnass kamen wir am Bus an und mussten in diesem die nächsten zwei Stunden bei voll aufgedrehter Klimaanlage bis zu unserer Unterkunft für die Nacht verbringen (danke dafür ...).


Unser Hostel befand sich in der Stadt Valladolid und war zwar sehr klein, dafür aber gemütlich und sauber. Nach einer kurzen Siesta machten wir uns wieder auf den Weg ins Zentrum, um typisch mexikanisch essen zu gehen. Wie nicht anders zu erwarten bekamen wir als Vegetarier als letztes unser Essen. Wahrscheinlich wusste der Koch nicht wie man fleischlose Gerichte zubereitet ;) oder es lag an dem unfähigen Kellner, der dreimal nachfragen musste, was wir denn nun bestellt hatten (mit Abstand der größte Bremser den wir je in unserem Leben kennenlernen durften). Nach dem Essen (das leider gut zwei Stunden gedauert hatte) ließen wir in der anderen Unterkunft mit dem Rest unserer Gruppe (wir mussten uns aufteilen, da alle 70 wahrlich nicht in unser Hostel gepasst hätten) den Abend noch bei dem ein oder anderen Bier im Innenhof ausklingen.


Sonntag

Frühmorgens ging es am Sonntag von Valladolid weiter zu einer Cenote in der Nähe. Diese war, wie auch alle vorherigen, wirklich schön und wunderbar naturbelassen.


Nach gut drei Stunden fuhren wir von dort aus weiter zu Chichen Itza. Diese Mayastätte hatten wir zwar zuvor schon einmal mit der Uni besucht, aber es war trotzdem wieder sehr beeindruckend. Diesmal hatten wir keine Führung und konnten somit das riesige Gelände selbst erkunden und so einige neue Flecken entdecken. 


 
Später aßen wir noch in einem einheimischen Restaurant und machten uns dann satt und müde, aber glücklich auf den Heimweg nach Mérida. Hier kamen wir um ca. halb 10 abends an und fielen sofort total geschafft in unsere Betten.

Leider hatte die nasse Busfahrt von Samstag einige Nachwirkungen und Becky lag die komplette letzte Woche krank mit Fieber im Bett, weshalb wir nichts wirklich spannendes unternahmen. Nächste Woche steht allerdings wieder ein größerer Trip an. Über den mexikanischen Unabhängigkeitstag (16.September) fahren wir nach Playa del Carmen, wo die größte (und anscheinend beste) Party von ganz Mexiko steigt und über das Wochenende dann noch auf die Insel Cozumel.


Also seid gespannt, was es in einer Woche zu erzählen gibt ...

Becky & Laura