Am nächsten Morgen fanden wir uns um acht Uhr in der Tauchschule ein. Nachdem Neoprenanzug, BC, Gewichte und Flossen angepasst worden waren, ging es für mich (Becky) direkt los, während sich Laura erst einmal mit Theorie berieseln lassen musste.
Außer mir nahmen noch drei Amerikaner (unter anderem eine Frau die mit 68 Jahren gerade erst das Tauchen gelernt hatte!) und ein Spanier an den Tauchgängen teil. Mit einem kleinen Boot ging es dann zu unserem ersten Platz, an welchem wir bei wunderbar angenehmen 29 Grad Wassertemperatur beeindruckende Korallenformationen und eine artenreiche Tierwelt bestaunen konnten. Beim zweiten Tauchgang hatten wir sogar das Glück Schildkröten zu sehen, eine ließ sich sogar zu einem Selfie mit mir überreden.
Bei mir (Laura) ging es erst nach einer kleinen Theoriestunde los, in welcher mir alle wichtigen Grundlagen (z.b der Druckausgleich) beigebracht wurden. Anschließend fuhren wir an den Strand, von welchem aus wir ins Wasser gingen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase durfte ich dann auch tiefer nach unten und wir begannen den Tauchgang. Diese „Probetauchgänge“ sind gut dafür geeignet um festzustellen ob dir der Sport liegt, was bei mir definitiv der Fall ist! Das Gefühl unter Wasser atmen zu können ist zwar am Anfang etwas komisch, aber trotzdem unglaublich cool und es macht total viel Spaß.
Den Nachmittag verbrachten wir dann ausgelaugt in unserem Hostel, bevor wir abends nach zahlreichen gescheiterten online Buchungsversuchen („Fuck, wir haben echt alles gegeben!“) das Ticket für unsere Rückfahrt mit dem Bus für den folgenden Tag im Laden buchten. Danach aßen wir noch typisch mexikanische Burritos und spazierten an der Strandpromenade entlang.
Am Samstag ging es wieder relativ früh los, in den Nationalpark Punta Sur im Süden der Insel. Wir hatten einen total netten Taxifahrer erwischt der mit uns ohne Aufpreis quasi eine halbe Inselführung machte. Er brachte uns zum Nationalpark und wir verabredeten, dass er uns später wieder abholen würde, da es im Park keine Taxis gibt. Dann legten wir uns erst einmal an den atemberaubenden Strand. Leider kann man so etwas schwer auf Bildern festhalten, aber es war bisher der schönste Strand Mexikos für uns. Außerdem waren außer uns nur noch etwa ein Dutzend anderer Personen am Strand, was uns den Eindruck vermittelte auf einer kleinen privaten Karibikinsel zu sein.
Nachdem uns unser Taxifahrer abgeholt hatte (sogar pünktlich!), kutschierte er uns zum Leuchtturm des Parks weiter. Von diesem aus hatte man nach einem anstrengenden Aufstieg einen wunderschönen Blick über die Landschaft und das kristallklare Meer. Vor der Besteigung des Turms sprachen uns Mitarbeiter des Parks an, ob wir die Freilassung von Babyschildkröten des Reservats ins Meer mitbeobachten wollten. Natürlich wollten wir! Wir verliebten uns auf den ersten Blick in die süßen Minischildkröten und konnten gar nicht genug von ihnen kriegen.

Danach fuhren wir mit unserem Taxi weiter zu einer
Stelle des Nationalparks, an der man Krokodile beobachten kann. Wir hatten
sogar das Glück, dass sich ein Krokodil direkt unter dem Steg der
Aussichtsplattform befand. Ein Mitarbeiter erklärte uns, dass etwa 200
Krokodile im Park leben und unsere neue 3 Meter lange Bekanntschaft Julio hieß
und zwischen 10 – 15 Jahre alt war.
Nach diesem interessanten, aber auch etwas beängstigendem Anblick verließen wir Punta Sur und fuhren über die andere Seite der Insel zu einer einheimischen Tequila Fabrik. Hier wurde uns erklärt, wie dieser Tequila hergestellt wird und natürlich durften wir auch die verschiedenen Sorten (Mango, Erdbeer, Schokolade, Kaffee, …) probieren. Wer braucht schon Weinproben, wenn man auch Tequilaproben machen kann! Leider war uns der Preis von 50 Dollar+ pro Flasche dann etwas zu teuer und wir verabschiedeten uns wieder.
Unser Taxifahrer fuhr uns dann noch zu unserem Hostel, wo wir uns mit einem großen Trinkgeld für den schönen Tag bei ihm bedankten (die eigentliche Fahrt hätte nur etwa 30€ gekostet). Zu Fuß gingen wir dann zum Hafen wo unsere Fähre nach Playa del Carmen abfuhr. Auf der Rückfahrt waren wir übermüdet nicht mehr ganz so angetan von der überlauten Coverband und somit froh als die Fahrt vorbei war. Mit dem Bus ging es dann anschließend zurück nach Mérida, wo wir spät nachts ankamen.
Insgesamt war es ein wirklich schöner Ausflug und Cozumel ist jedem Naturliebhaber sehr zu empfehlen!
Bis bald,
Becky & Laura


























