Sonntag, 13. September 2015

Kulturtrip Yucatán

Da unser letzter Trip (nach Holbox) nun auch schon einige Tage zurücklag, machten wir letztes Wochenende vom 5. bis zum 6. September wieder einen kleinen Ausflug.
Dieses Mal unternahmen wir eine eher kulturell angehauchte Reise, die aber nicht weniger interessant war.

Samstag

Am Samstag ging es um 8 Uhr morgens (natürlich mit Verspätung) von Mérida direkt nach Izamal, eine Kleinstadt in Yucatan, in der alle Häuser der Innenstadt gelb sind. Dort erkundeten wir P’ap’hol-chaak, die Kirche des Franziskanerkonvents. Der Hof vor der Kirche ist nach dem Petersplatz in Rom der zweitgrößte seiner Art weltweit.

 
 

Weiter ging es zu der Maya Ruine Kinich Kak Moo, von der man einen wunderschönen Blick auf die gelbgetünchten Häuser hat. Danach durchstreiften wir noch die kaum befahrenen Straßen der Stadt und landeten auf einem Markt, auf dem es fast nichts anderes als riesige Mengen an Fleisch zu kaufen gab.



 
Mit einigen waghalsigen Fahrmanövern durch die engen Straßen chauffierte uns unser Busfahrer dann aus der Stadt weiter zu Ek Balam, der höchsten Mayastätte, welche mitten im Urwald liegt. Bei gefühlten 100 Grad kämpften wir uns auf den höchsten Tempel der Ruine und wurden dort für unsere Anstrengungen mit einem magischen Ausblick belohnt. Um uns herum ragten vereinzelt die Spitzen der Mayaruinen aus dem Meer aus grünem Wald.

 
 
 
Kaum hatten wir später aber den Abstieg geschafft ging es mit der nächsten Anstrengung weiter, denn wir marschierten zwei Kilometer durch den Urwald um zu einer nahgelegenen Cenote zu gelangen. Da diese auch komplett im Wald liegt, war das Feeling dort zu schwimmen nochmal etwas ganz besonderes. Als wir uns von der Cenote dann auf den Rückweg zum Bus machten meinte es Petrus nicht so gut mit uns und es begann in Strömen zu regnen. Klitschnass kamen wir am Bus an und mussten in diesem die nächsten zwei Stunden bei voll aufgedrehter Klimaanlage bis zu unserer Unterkunft für die Nacht verbringen (danke dafür ...).


Unser Hostel befand sich in der Stadt Valladolid und war zwar sehr klein, dafür aber gemütlich und sauber. Nach einer kurzen Siesta machten wir uns wieder auf den Weg ins Zentrum, um typisch mexikanisch essen zu gehen. Wie nicht anders zu erwarten bekamen wir als Vegetarier als letztes unser Essen. Wahrscheinlich wusste der Koch nicht wie man fleischlose Gerichte zubereitet ;) oder es lag an dem unfähigen Kellner, der dreimal nachfragen musste, was wir denn nun bestellt hatten (mit Abstand der größte Bremser den wir je in unserem Leben kennenlernen durften). Nach dem Essen (das leider gut zwei Stunden gedauert hatte) ließen wir in der anderen Unterkunft mit dem Rest unserer Gruppe (wir mussten uns aufteilen, da alle 70 wahrlich nicht in unser Hostel gepasst hätten) den Abend noch bei dem ein oder anderen Bier im Innenhof ausklingen.


Sonntag

Frühmorgens ging es am Sonntag von Valladolid weiter zu einer Cenote in der Nähe. Diese war, wie auch alle vorherigen, wirklich schön und wunderbar naturbelassen.


Nach gut drei Stunden fuhren wir von dort aus weiter zu Chichen Itza. Diese Mayastätte hatten wir zwar zuvor schon einmal mit der Uni besucht, aber es war trotzdem wieder sehr beeindruckend. Diesmal hatten wir keine Führung und konnten somit das riesige Gelände selbst erkunden und so einige neue Flecken entdecken. 


 
Später aßen wir noch in einem einheimischen Restaurant und machten uns dann satt und müde, aber glücklich auf den Heimweg nach Mérida. Hier kamen wir um ca. halb 10 abends an und fielen sofort total geschafft in unsere Betten.

Leider hatte die nasse Busfahrt von Samstag einige Nachwirkungen und Becky lag die komplette letzte Woche krank mit Fieber im Bett, weshalb wir nichts wirklich spannendes unternahmen. Nächste Woche steht allerdings wieder ein größerer Trip an. Über den mexikanischen Unabhängigkeitstag (16.September) fahren wir nach Playa del Carmen, wo die größte (und anscheinend beste) Party von ganz Mexiko steigt und über das Wochenende dann noch auf die Insel Cozumel.


Also seid gespannt, was es in einer Woche zu erzählen gibt ...

Becky & Laura

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