Freitag, 30. Oktober 2015

Ein Stückchen Heimat in Mérida :)

Diesmal steht wieder ein längerer Blogeintrag an, denn es gibt wieder einiges zu erzählen.

Zuerst einmal bekam Laura vergangen Donnerstag sehnlichst erwarteten Besuch aus Deutschland, ihre zwei besten Freundinnen hatten sich angekündigt. Natürlich zeigten wir ihnen Donnerstagabend dann auch erst einmal die mexikanische Art zu feiern und nahmen sie mit ins Tequila.
Freitag ging es dann mittags los zu einem kulturelleren Ausflug, wir fuhren zusammen mit ein paar Freunden nach Uxmal, einer bedeutenden Mayaruine etwa 100 km von Mérida entfernt. Leider hatten die Mädels das schlechte Wetter aus Deutschland mitgebracht und es regnete den ganzen Nachmittag. Der einzige Vorteil daran war, dass deswegen kaum Touristen dort waren (bis auf ein paar Japaner natürlich, die dürfen schließlich nirgendwo fehlen) und wir quasi das ganze Gelände für uns hatten. Uxmal selbst liegt mitten im Nirgendwo und gefiel uns sogar besser als Chichen, da es aus vielen größeren Ruinen besteht die man auch besteigen darf. Anschließend aßen wir in einem naheliegenden Restaurant, für uns beide gab es vegetarisches Ceviche, dass ein mexikanischer Freund mitgebracht hatte (sehr lecker, dieses Mal mit Blumenkohl anstatt mit Pilzen).



In der folgenden Nacht brachen wir um 2 Uhr mit dem Bus auf nach Bacalar, einer Lagune in Quintana Roo, etwa 6 Stunden von Mérida entfernt. Davor stand in unserem Haus die Geburtstagsfeier einer Freundin an, weshalb wir in dieser Nacht nicht viel Schlaf bekamen. In Bacalar angekommen machte uns der Regengott Chaac der Mayas wieder einen Strich durch die Rechnung, denn es schüttete wie aus Kübeln und der geplante Campingausflug fiel somit im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Die Rückfahrt gestaltete sich dann allerdings etwas actionreicher als gedacht, da unser Busfahrer durch die Übermüdung seine Augen kaum noch offen halten konnte und erst nach mehrmaligen Nachfragen zustimmte, uns das Steuer zu überlassen. Die restliche Strecke wechselten wir uns mit dem Fahren ab, was aber aufgrund der geraden Strecke kein Problem war.

Der Ersatzausflug am Sonntag führte uns dann nach Calcehtok, der tiefsten Höhle Yucatáns. Dort angekommen starteten wir unseren Abstieg tief unter die Erde(der tiefste Punkt den wir erreichten waren ca. 300m unter der Erdoberfläche). Trotz der Tiefe war es in der Höhle aufgrund der Lufftfeuchtigkeit ziemlich warm und wir kamen nicht nur wegen der Anstrengung ins Schwitzen. Unser Weg führte durch einige enge Felsspalten und über erdige Rutschbahnen, zum Glück hatte man uns vorgewarnt ältere Kleidung zu tragen, denn das was wir an diesem Tag trugen, kann man jetzt wahrlich nicht mehr nutzen. In der Höhle hielten sich früher Maya vor den Spaniern versteckt und es war faszinierend zu erfahren, dass die engen und verschlungenen Wege über die wir in dem Moment gingen vor Jahrhunderten auch von den Mayas benutzt wurden. Auf unserer Route konnten wir deshalb neben verschiedenen Gebilden aus Quarz, auch noch sehr gut erhaltene Gefäße der Maya begutachten. Alles in allem, waren wir dann aber auch froh als wir nach der dreistündigen Tour wieder Tageslicht erblickten, aber trotzdem sehr stolz auf uns, dass wir dieses Abenteuer mitgemacht hatten. Anschließend kühlten wir uns noch in einer, diesmal geschlossenen und deshalb auch eher höhlenartigen, Cenote ab und machten uns dann auf den Heimweg. Zu Hause gingen wir dann noch in ein mexikanisches Restaurant, bevor wir, geschafft vom Tag, in unsere Betten fielen.


Uns wurde gesagt, der Schlamm wäre gut für die Haut..
 Am Montag machte Laura mit ihren Freundinnen aus Deutschland noch eine Sightseeing Tour durch das historische Zentrum von Mérida. Allein der Bus der hierbei benutzt wurde war schon faszinierend, eher ein älteres Semester, ohne Fenster, aber ganz bunt angemalt. Während der Tour fuhren wir die Hauptattraktionen von Mérida ab, neben der Hauptkathedrale(Cathedral de San Idelfonso) und zahlreichen anderen Kirchen, natürlich auch das Monumento a la bandera und viele alte Stadtvillen im spanischen Kolonialstil, die teilweise heute noch von den reichsten Familien Méridas bewohnt werden. Insgesamt ist eine Stadttour durch Mérida in den sogenannten Gua Guas(Name der Busse.) sehr zu empfehlen, da man selbst wenn man hier für längere Zeit ist noch versteckte, aber wunderschöne Seiten an Mérida entdeckt.

Am selben Tag machten wir noch einen weiteren Ausflug, dieses Mal aber mit unserer Universität. Während des Unterrichts ging es mit demselben Professor und Kurs, mit dem wir zuvor schon einmal eine Cenote besucht hatten, an ein Sumpfgebiet in dem man junge Krokodile beobachten kann. Mit langer Kleidung, Mückenspray und Taschenlampen bewaffnet machten wir uns also am Montagabend auf die Suche. Nach kurzer Zeit wurden wir auch fündig und entdeckten unweit vom Ufer ein ca. 50cm langes Babykrokodil, welches sich jedoch nicht wirklich von unserer Anwesenheit beirren lies. Kurze Zeit später mussten wir dann aber leider wieder umdrehen, da auf einmal zwei Polizisten hinter uns auftauchten. Den beiden war es komisch vorgekommen, dass zwei Autos an einem Montag um circa 20:00 Uhr an der Straße vor einem verlassenen Sumpf parkten und hatten daraus geschlossen, dass wir entweder eine Leiche entsorgen wollten oder einen Drogendeal abhielten (Mexiko..). Nach einigem Hin und Her konnte unser Professor die mittlerweile acht, mit Maschinengewehren bewaffneten Polizisten dann doch davon überzeugen dass es sich nur um einen Schulausflug handelte und wir durften nach Hause fahren. Wir sind uns allerdings nicht ganz sicher, ob er ihnen Geld bezahlt hat dass sie uns fahren ließen. Die Polizisten hier sind sehr korrupt und lassen keine Möglichkeit aus, sich mehr Geld in die eigenen Taschen zu stecken.

Am Dienstagabend hieß es dann, nach einem langen Shoppingtag, Abschied nehmen für Laura und ihre Mädels. Die beiden flogen am Abend über Cancún und Mexiko Stadt wieder zurück nach Deutschland. Zwar hatten sie leider ein bisschen Pech mit dem Wetter, trotzdem konnten wir aber schöne Tage miteinander verbringen, die auch Heimatgefühle aufkommen ließen.

So das war`s für diesen Eintrag.


Bis demnächst,

Becky & Laura

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Halbzeit!

Kaum zu glauben, dass die Hälfte unseres Semesters in Mérida tatsächlich schon vorbei ist.. Die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug. Wir wünschten, wir könnten sie anhalten um länger hierzubleiben, denn wir haben uns wirklich voll und ganz in Mérida und allgemein in Mexiko verliebt!

Weiter im Text. Vergangenes Wochenende stand ein Ausflug der anderen Art an. Wir wurden gefragt ob wir an einem Tagestrip zu einem Dorf in der Nähe teilnehmen wollten, bei dem die Organisationen "Mexplorando", die Firma "UNE" und unsere Universität einen Tag mit den Kindern verbringen wollten. Natürlich sagten wir zu und waren gespannt darauf, wieder eine andere Seite des Landes kennenzulernen.

Geplanter Treffpunkt am Samstag war neun Uhr. Das Aufstehen gestaltete sich schwieriger als gedacht, da wir uns am Abend zuvor spontan zum weggehen entschlossen hatten und deswegen weniger Schlaf bekommen hatten als eigentlich geplant. Nichts desto trotz fanden wir uns pünktlich am Treffpunkt ein und bezahlten diesen Fehler direkt mit eineinhalb Stunden warten (diesmal kam der Busfahrer zu spät). Langsam sollten wir wirklich was dazu lernen..

Während der Fahrt durchquerten wir Wald und Wiesen über sehr holprige Straßen und auch verschiedene andere Dörfer. Dabei wurde uns wieder die große Schere zwischen Arm und Reich bewusst, die es hier in Mexiko gibt. In Mérida gibt es Straßen mit unglaublich luxuriösen Villen, während die Leute in den Dörfern teilweise in Hütten mit Strohdächern wohnen.
"Unser" Dorf hieß Mucuiche. Wir fanden uns auf einem großen (glücklicherweise auch überdachtem) Platz ein und innerhalb von zehn Minuten waren wir umringt von aufgeregten Kindern. Danach verbrachten wir den halben Tag damit, Spiele mit ihnen zu spielen und verteilten am Ende auch Geschenke. Die glücklichen Gesichter der Kinder zu sehen war unbeschreiblich und es war auf jeden Fall eine besondere und ganz neue Erfahrung.

#SomosUNEyMexplorando
#SomosUNEyMexplorando

 
Danach verließen wir das Dorf und fuhren noch weiter zu einer Cenote im Nachbardorf, die einfach mitten zwischen den Häusern gelegen war. Diese war bisher die mit dem wohl klarsten Wasser und wir trafen auch Taucher die gerade auf dem Heimweg waren (tauchen in einer Cenote will Becky unbedingt auch noch ausprobieren!). Wir entspannten uns eine Weile im kühlen Wasser (es war natürlich auch wieder unglaublich heiß gewesen) und traten anschließend den Heimweg an.

(Mal noch etwas anderes.. Leider sahen wir auf diesem Ausflug auch wieder viele streunende Hunde und Katzen, was in Mexiko leider total normal ist. Auch auf dem Parkplatz 'unseres' Einkaufszentrums in Mérida treffen wir jeden Abend nach der Uni abgemagerte Hunde an, die aber auch sofort weglaufen sobald man sich ihnen nähert (die Menschen hier bewerfen sie oft mit Steinen, da sie Angst haben dass sie ihnen Essen stehlen). Uns stimmt das ganze jedes Mal wieder sehr traurig, aber wir haben leider keine Möglichkeit etwas dagegen zu tun..)

Nach unserer Rückkehr und einer kurzen Siesta ging es dann abends noch auf das "richtige" Oktoberfest Méridas, welches jährlich auf einem großen Platz unter anderem von der Firma Corona veranstaltet wird. Diesmal gab es sogar eine deutsche Band die deutsche Lieder spielte! Wir feierten und tanzten zusammen mit unseren internationalen Freunden zu "Atemlos" und Franziskanerbier. Das einzige was uns etwas verwirrte war der Auftritt einer Gruppe die Schuhplattln vorführte, was uns aber eher an Ballett erinnerte! Lustig anzusehen war es aber allemal.




So, soviel zu unserer Woche.
Bis demnächst,

Becky & Laura

Freitag, 9. Oktober 2015

Die Zeit vergeht ...

So, nach längerer Zeit kommt wieder mal ein Blogeintrag von uns. Nach unserer letzten Reise (Cozumel), ging es direkt mit dem Ernst des Lebens weiter: die ersten Parciales (Zwischenprüfungen) standen an, welche uns auch die letzten Wochen beschäftigt hielten. Im Endeffekt hatten wir uns alles aber schlimmer vorgestellt als es letztendlich war und wir bestanden alle Fächer sogar mit sehr guten Noten.

Am Wochenende vom 25. bis 27. September ging es dann zum Zelten an den Strand. Wir fuhren Samstagvormittag mit geschlagenen eineinhalb Stunden Verspätung (einer der Fahrer hatte verschlafen) los und erreichten Mittags den Strand in San Crisanto. Den Campingplatz fanden wir mehr durch Glück als durch Verstand, da nur ein winziges Schild am Straßenrand auf ihn aufmerksam machte. Angekommen schlugen wir unsere Zelte unter Palmen auf und verbrachten den Nachmittag mit Volleyball, Fußball und Schwimmen.




Abends gab es ein Lagerfeuer und alle saßen bei Mondlicht, Musik & Bier bis spät in die Nacht zusammen. Viel Schlaf bekam niemand in dieser Nacht, da unsere einzigen Mitcamper bis morgens um 6 auf ihren Bongos spielten und es bereits um 9 Uhr viel zu heiß war um länger im Zelt bleiben zu können. Deshalb verbrachten wir den Sonntagnachmittag, wieder in Mérida angekommen, auch nur im Bett. Die nächsten Tage hatten alle mit den Nachwirkungen des Trips zu kämpfen, da alle furchtbar von widerlich kleinen Strandmücken zerstochen wurden.
Aktuell geht hier eine Krankheit um, die sich "Chikunguya" nennt. Symptome sind unter anderem Fieber, Schwindel,.. aber das wohl schlimmste: man darf anschließend 6 Monate keinen Alkohol trinken. Deswegen sind jetzt alle am zittern und hoffen dass sie die Krankheit nicht bekommen :D

In der folgenden Woche waren wir, wie gesagt, dann nur mit unseren Parciales beschäftigt ...
Nachdem wir aber am Donnerstag (1.10) unsere letzte Prüfung hinter uns gebracht hatten, feierten wir dies noch am selben Tag gebührend im Tequila(unser Lieblingsclub hier in Mérida, in dem es immer von 23:00 Uhr bis 02:00 Uhr barra libre gibt).



Letztes Wochenende blieben wir mal wieder komplett in Mérida. Freitag stand ein mexikanisches Oktoberfest an, veranstaltet vom "Bierhaus", einem deutschen Restaurant. Dort gönnten wir uns unsere erste Breze seit zweieinhalb Monaten! Diesen unglaublichen Moment müssen wir wohl auch nicht näher erläutern. Ansonsten hatte die Veranstaltung nicht viel mit dem Oktoberfest gemein, es gab nur Bier in Dosen oder Flaschen und draußen auch keine Musik. Allerdings hatten wir wegen unseres europäischen Aussehens auch gleich Fans, die "unauffällig" Fotos von uns machten und uns durchgehend anstarrten, was sie nach einigen freundlichen Aufforderungen aber großzügigerweise unterließen. Trotzdem verbrachten wir einen schönen Abend.

 

Samstagmorgen besuchten wir ein vegetarisches Festival im Zentrum (wir konnten zuerst auch nicht glauben dass es sowas im fleischliebenden Mexiko gibt) und probierten viele leckere Sachen wie zum Beispiel Ceviche, ein sehr beliebtes Gericht aus rohem Fisch (normalerweise, in unserem Fall mit Champignons), Zwiebeln, Tomaten und Limettensaft. Satt und glücklich ging es am Nachmittag dann auf die Pool-Geburtstagsfeier eines Freundes und abends noch in einen Club(natürlich mal wieder ins Tequila :D). Sonntag waren wir dann aber zu müde um das Haus zu verlassen und verbrachten den Nachmittag deshalb entspannt bei uns am Pool.



 
Was wir unbedingt noch anmerken müssen, bevor wir uns für dieses Mal verabschieden, ist, dass seit Ende September an verschiedenen Orten schon Weihnachtsdekoration angebracht ist!!! Drei Monate vor dem eigentlichen Fest und das bei immer noch guten 35° ... Aber: ES MEXICO, todo es posible aqui. ;)

 
Das wars leider schon wieder von uns. In den nächsten Wochen gibt es dann wieder mehr & spannendere Dinge zu berichten, denn es stehen wieder einige Ausflüge & Ereignisse an ...


Bis dann,

Becky & Laura

P.S Wir haben euch noch gar nicht unseren neues Haustier vorgestellt! Gestatten, Roberto-Nils:


Ein Opossum, das unsere Küche nachts besucht und von unserem mexikanischen Mitbewohner heiß und innig geliebt und immer mit neuem Essen begrüßt wird (was vermutlich der Grund ist warum er immer wieder kommt). Er ist uns auf jeden Fall lieber als die Kakerlaken, die wir leider auch ab und an bei uns vorfinden (lässt sich hier leider nicht vermeiden).

Freitag, 25. September 2015

Isla Cozumel

Am Donnerstag (17.09) kamen wir gegen Abend auf Cozumel an. Die für ihre wunderschöne Unterwasserwelt bekannte (das Riff ist das weltweit zweitgrößte)  & daher bei Tauchern sehr beliebte Insel („If you didn’t dive in Cozumel, you haven’t been to Cozumel“) liegt auf der Karibikseite Mexikos, nur eine kurze Fahrt mit der Fähre (bei der man durch laute mexikanische Livemusik gut unterhalten wird) von Playa del Carmen entfernt.


 
Angekommen checkten wir in einem gemütlichen kleinen Hostel für zwei Nächte ein und machten uns anschließend auf die Suche nach der perfekten Tauchschule, was nicht einfach war, da die Auswahl wirklich riesig ist. Nachdem wir uns für eine entschieden hatten buchte Becky (die ihren Tauchschein bereits hat) eine Tour mit zwei Flaschen für den nächsten Tag, während sich Laura dafür entschied an einem sogenannten „Resort Course“ teilzunehmen, bei welchem man auch ohne Schein zusammen mit einem Tauchlehrer die Möglichkeit hat, auf „nur“ etwa 8 Metern tauchen auszuprobieren.

Nachdem wir etwas gegessen hatte, schauten wir uns am Hauptplatz von San Miguel (übrigens die einzige Stadt der Insel) eine Wasser-Lichtershow an und gingen früh zu Bett um für den nächsten Tag fit zu sein. Etwas erschwert wurde uns dies durch eine Zimmergenossin die sich in einer schwierigen Phase mit ihrem Freund befand und uns ihre Beziehungsgeschichte in aller Ausführlichkeit darlegte. ´

 


Am nächsten Morgen fanden wir uns um acht Uhr in der Tauchschule ein. Nachdem Neoprenanzug, BC, Gewichte und Flossen angepasst worden waren, ging es für mich (Becky) direkt los, während sich Laura erst einmal mit Theorie berieseln lassen musste.
Außer mir nahmen noch drei Amerikaner (unter anderem eine Frau die mit 68 Jahren gerade erst das Tauchen gelernt hatte!) und ein Spanier an den Tauchgängen teil. Mit einem kleinen Boot ging es dann zu unserem ersten Platz, an welchem wir bei wunderbar angenehmen 29 Grad Wassertemperatur beeindruckende Korallenformationen und eine artenreiche Tierwelt bestaunen konnten. Beim zweiten Tauchgang hatten wir sogar das Glück Schildkröten zu sehen, eine ließ sich sogar zu einem Selfie mit mir überreden.





Bei mir (Laura) ging es erst nach einer kleinen Theoriestunde los, in welcher mir alle wichtigen Grundlagen (z.b der Druckausgleich) beigebracht wurden. Anschließend fuhren wir an den Strand, von welchem aus wir ins Wasser gingen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase durfte ich dann auch tiefer nach unten und wir begannen den Tauchgang. Diese „Probetauchgänge“ sind gut dafür geeignet um festzustellen ob dir der Sport liegt, was bei mir definitiv der Fall ist! Das Gefühl unter Wasser atmen zu können ist zwar am Anfang etwas komisch, aber trotzdem unglaublich cool und es macht total viel Spaß.

Den Nachmittag verbrachten wir dann ausgelaugt in unserem Hostel, bevor wir abends nach zahlreichen gescheiterten online Buchungsversuchen („Fuck, wir haben echt alles gegeben!“) das Ticket für unsere Rückfahrt mit dem Bus für den folgenden Tag im Laden buchten. Danach aßen wir noch typisch mexikanische Burritos und spazierten an der Strandpromenade entlang.

Am Samstag ging es wieder relativ früh los, in den Nationalpark Punta Sur im Süden der Insel. Wir hatten einen total netten Taxifahrer erwischt der mit uns ohne Aufpreis quasi eine halbe Inselführung machte. Er brachte uns zum Nationalpark und wir verabredeten, dass er uns später wieder abholen würde, da es im Park keine Taxis gibt. Dann legten wir uns erst einmal an den atemberaubenden Strand. Leider kann man so etwas schwer auf Bildern festhalten, aber es war bisher der schönste Strand Mexikos für uns. Außerdem waren außer uns nur noch etwa ein Dutzend anderer Personen am Strand, was uns den Eindruck vermittelte auf einer kleinen privaten Karibikinsel zu sein.

 
 



Nachdem uns unser Taxifahrer abgeholt hatte (sogar pünktlich!), kutschierte er uns zum Leuchtturm des Parks weiter. Von diesem aus hatte man nach einem anstrengenden Aufstieg einen wunderschönen Blick über die Landschaft und das kristallklare Meer. Vor der Besteigung des Turms sprachen uns Mitarbeiter des Parks an, ob wir die Freilassung von Babyschildkröten des Reservats ins Meer mitbeobachten wollten. Natürlich wollten wir! Wir verliebten uns auf den ersten Blick in die süßen Minischildkröten und konnten gar nicht genug von ihnen kriegen.

 

 
Danach fuhren wir mit unserem Taxi weiter zu einer Stelle des Nationalparks, an der man Krokodile beobachten kann. Wir hatten sogar das Glück, dass sich ein Krokodil direkt unter dem Steg der Aussichtsplattform befand. Ein Mitarbeiter erklärte uns, dass etwa 200 Krokodile im Park leben und unsere neue 3 Meter lange Bekanntschaft Julio hieß und zwischen 10 – 15 Jahre alt war.


 

 















Nach diesem interessanten, aber auch etwas beängstigendem Anblick verließen wir Punta Sur und fuhren über die andere Seite der Insel zu einer einheimischen Tequila Fabrik. Hier wurde uns erklärt, wie dieser Tequila hergestellt wird und natürlich durften wir auch die verschiedenen Sorten (Mango, Erdbeer, Schokolade, Kaffee, …) probieren. Wer braucht schon Weinproben, wenn man auch Tequilaproben machen kann! Leider war uns der Preis von 50 Dollar­+ pro Flasche dann etwas zu teuer und wir verabschiedeten uns wieder.

Unser Taxifahrer fuhr uns dann noch zu unserem Hostel, wo wir uns mit einem großen Trinkgeld für den schönen Tag bei ihm bedankten (die eigentliche Fahrt hätte nur etwa 30€ gekostet). Zu Fuß gingen wir dann zum Hafen wo unsere Fähre nach Playa del Carmen abfuhr. Auf der Rückfahrt waren wir übermüdet nicht mehr ganz so angetan von der überlauten Coverband und somit froh als die Fahrt vorbei war. Mit dem Bus ging es dann anschließend zurück nach Mérida, wo wir spät nachts ankamen.

Insgesamt war es ein wirklich schöner Ausflug und Cozumel ist jedem Naturliebhaber sehr zu empfehlen!


Bis bald,

Becky & Laura

Mittwoch, 23. September 2015

Día de la Independencia - Tulum & Playa del Carmen

Wie versprochen gibt es heute einige Geschichten von unserer Zeit in Tulum, & Playa del Carmen zu erzählen.

Tulum

Der „Día de la Independencia“ (Unabhängikeitstag) ist einer der wichtigsten Feiertage in Mexiko und es heißt, dass die größte Party in Playa del Carmen stattfindet. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen und brachen somit am 15. September frühmorgens von Mérida auf nach Tulum, der ersten Haltestelle auf unserem Weg. In Tulum gibt es die, neben Chichen Itzta wohl bekannteste Maya Stätte Yucatans. Direkt am Strand gelegen (selbst die Mayas wussten den Wert von einem Strandhaus wohl schon zu schätzen) wirkt die Ruine sehr paradiesisch. Das Gelände erstreckt sich über eine große Fläche mit vielen verschiedenen Tempeln und Pyramiden. Der aber wohl schönste Fleck ist der Tempel des Windes direkt auf einer Klippe über dem Meer, mit Zugang zum Strand. Leider war das Meer aufgrund einer Algenplage nicht sehr schön, aber wir genossen die Aussicht trotzdem.


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Playa del Carmen

Nachdem wir in der Mittagshitze zahlreiche Bilder geschossen hatten, ging es weiter ins nur etwa eine Stunde entfernte Playa del Carmen (von Mérida direkt nach Playa del Carmen dauert es circa 4 Stunden). Dort angekommen brachten wir unser Gepäck ins Hotel und machten uns dann sofort auf die Suche nach etwas zu essen. Wir stärkten uns in einem kleinen Restaurant mit Nachos, Pizza und Tacos für den Abend, und anschließend ging es direkt an den Strand von Playa del Carmen, wo wir mit unserer Gruppe (die Reise wurde von der Studentenorganisation unseres Vermieters durchgeführt) bei Sonnenschein und Musik begannen für die Nacht vorzuglühen.















 Nach Sonnenuntergang begaben wir uns erst gegen 21:00 Uhr wieder zum Hotel, von wo aus wir nach einer kurzen Pause im Pool und einer Dusche ins Nachtleben von Playa del Carmen starteten. Von der Straße aus konnten wir gleich das Feuerwerk beobachten, welches die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag einläutet (der eigentliche Dia de la Independencia ist erst am 16.September, das Feuerwerk fand jedoch aus unerklärlichen Gründen schon eine Stunde vor Mitternacht statt) und von dem lauten Ausruf „Viva México!“ (Es lebe Mexiko!) gekrönt wird. Danach folgten wir den Menschenmassen (es war unglaublich viel los) noch in einen Club direkt am Strand und feierten mit den Mexikanern bis tief in die Nacht.

Am nächsten Tag, dem 16. September (der Unabhängigkeitstag), fuhren diejenigen die in der Lage waren vormittags aufzustehen nach Akumal, ein Strand an welchem man beim Schnorcheln viele Schildkröten sehen kann. Dort genossen wir den Nachmittag unter Palmen und erholten uns von der vergangen Nacht. Wieder im Hotel angekommen, trafen wir die Entscheidung den Abend nur gemütlich in unserem Hotel am Pool zu verbringen.

Aufgrund der vielen Touristen ist Playa del Carmen sehr amerikanisch geprägt und es gibt viele bekannte Läden wie Victorias Secret oder Forever 21. Das wollten wir natürlich auch ausnutzen und verbrachten den Vormittag unseres letzten Tages damit durch die verschiedenen Geschäfte zu bummeln. Die Hauptstraße erinnert mit endlos aneinandergereihten Hotels, Shops, Restaurants, Bars, Clubs und nervigen Promotern an Partyhochburgen wie den Ballermann oder Lloret de Mar.




Gegen 16:00 Uhr brach der Rest unserer Gruppe wieder nach Mérida auf, während wir und unsere Mitbewohnerin Lara (sie hatte am 16.September Geburtstag, daher an dieser Stelle nochmal alles Liebe & Gute von uns!) uns mit der Fähre auf den Weg nach Cozumel (die größte Insel Mexikos liegt nur eine halbe Stunde vom Festland entfernt) machten.

Was wir in Cozumel erlebt haben, könnt ihr im neuesten Eintrag lesen!


Becky & Laura

P.s Was bei einer Reise nach Playa del Carmen zu beachten ist, ist das es weniger sicher ist als beispielsweise Mérida, da die Stadt in einer sehr armen Region liegt. Ein Freund von uns wurde auf dem Nachhauseweg von Prostituierten bedrängt, welche ihm dann das Handy stahlen, einer anderen Freundin wurde am Strand die Tasche gestohlen. Also falls es euch mal hierher verschlägt ist aufpassen angesagt!

Sonntag, 13. September 2015

Kulturtrip Yucatán

Da unser letzter Trip (nach Holbox) nun auch schon einige Tage zurücklag, machten wir letztes Wochenende vom 5. bis zum 6. September wieder einen kleinen Ausflug.
Dieses Mal unternahmen wir eine eher kulturell angehauchte Reise, die aber nicht weniger interessant war.

Samstag

Am Samstag ging es um 8 Uhr morgens (natürlich mit Verspätung) von Mérida direkt nach Izamal, eine Kleinstadt in Yucatan, in der alle Häuser der Innenstadt gelb sind. Dort erkundeten wir P’ap’hol-chaak, die Kirche des Franziskanerkonvents. Der Hof vor der Kirche ist nach dem Petersplatz in Rom der zweitgrößte seiner Art weltweit.

 
 

Weiter ging es zu der Maya Ruine Kinich Kak Moo, von der man einen wunderschönen Blick auf die gelbgetünchten Häuser hat. Danach durchstreiften wir noch die kaum befahrenen Straßen der Stadt und landeten auf einem Markt, auf dem es fast nichts anderes als riesige Mengen an Fleisch zu kaufen gab.



 
Mit einigen waghalsigen Fahrmanövern durch die engen Straßen chauffierte uns unser Busfahrer dann aus der Stadt weiter zu Ek Balam, der höchsten Mayastätte, welche mitten im Urwald liegt. Bei gefühlten 100 Grad kämpften wir uns auf den höchsten Tempel der Ruine und wurden dort für unsere Anstrengungen mit einem magischen Ausblick belohnt. Um uns herum ragten vereinzelt die Spitzen der Mayaruinen aus dem Meer aus grünem Wald.

 
 
 
Kaum hatten wir später aber den Abstieg geschafft ging es mit der nächsten Anstrengung weiter, denn wir marschierten zwei Kilometer durch den Urwald um zu einer nahgelegenen Cenote zu gelangen. Da diese auch komplett im Wald liegt, war das Feeling dort zu schwimmen nochmal etwas ganz besonderes. Als wir uns von der Cenote dann auf den Rückweg zum Bus machten meinte es Petrus nicht so gut mit uns und es begann in Strömen zu regnen. Klitschnass kamen wir am Bus an und mussten in diesem die nächsten zwei Stunden bei voll aufgedrehter Klimaanlage bis zu unserer Unterkunft für die Nacht verbringen (danke dafür ...).


Unser Hostel befand sich in der Stadt Valladolid und war zwar sehr klein, dafür aber gemütlich und sauber. Nach einer kurzen Siesta machten wir uns wieder auf den Weg ins Zentrum, um typisch mexikanisch essen zu gehen. Wie nicht anders zu erwarten bekamen wir als Vegetarier als letztes unser Essen. Wahrscheinlich wusste der Koch nicht wie man fleischlose Gerichte zubereitet ;) oder es lag an dem unfähigen Kellner, der dreimal nachfragen musste, was wir denn nun bestellt hatten (mit Abstand der größte Bremser den wir je in unserem Leben kennenlernen durften). Nach dem Essen (das leider gut zwei Stunden gedauert hatte) ließen wir in der anderen Unterkunft mit dem Rest unserer Gruppe (wir mussten uns aufteilen, da alle 70 wahrlich nicht in unser Hostel gepasst hätten) den Abend noch bei dem ein oder anderen Bier im Innenhof ausklingen.


Sonntag

Frühmorgens ging es am Sonntag von Valladolid weiter zu einer Cenote in der Nähe. Diese war, wie auch alle vorherigen, wirklich schön und wunderbar naturbelassen.


Nach gut drei Stunden fuhren wir von dort aus weiter zu Chichen Itza. Diese Mayastätte hatten wir zwar zuvor schon einmal mit der Uni besucht, aber es war trotzdem wieder sehr beeindruckend. Diesmal hatten wir keine Führung und konnten somit das riesige Gelände selbst erkunden und so einige neue Flecken entdecken. 


 
Später aßen wir noch in einem einheimischen Restaurant und machten uns dann satt und müde, aber glücklich auf den Heimweg nach Mérida. Hier kamen wir um ca. halb 10 abends an und fielen sofort total geschafft in unsere Betten.

Leider hatte die nasse Busfahrt von Samstag einige Nachwirkungen und Becky lag die komplette letzte Woche krank mit Fieber im Bett, weshalb wir nichts wirklich spannendes unternahmen. Nächste Woche steht allerdings wieder ein größerer Trip an. Über den mexikanischen Unabhängigkeitstag (16.September) fahren wir nach Playa del Carmen, wo die größte (und anscheinend beste) Party von ganz Mexiko steigt und über das Wochenende dann noch auf die Insel Cozumel.


Also seid gespannt, was es in einer Woche zu erzählen gibt ...

Becky & Laura