Am Wochenende vom 25. bis 27. September ging es dann zum Zelten an den Strand. Wir fuhren Samstagvormittag mit geschlagenen eineinhalb Stunden Verspätung (einer der Fahrer hatte verschlafen) los und erreichten Mittags den Strand in San Crisanto. Den Campingplatz fanden wir mehr durch Glück als durch Verstand, da nur ein winziges Schild am Straßenrand auf ihn aufmerksam machte. Angekommen schlugen wir unsere Zelte unter Palmen auf und verbrachten den Nachmittag mit Volleyball, Fußball und Schwimmen.
Abends gab es ein Lagerfeuer und alle saßen bei Mondlicht, Musik & Bier bis spät in die Nacht zusammen. Viel Schlaf bekam niemand in dieser Nacht, da unsere einzigen Mitcamper bis morgens um 6 auf ihren Bongos spielten und es bereits um 9 Uhr viel zu heiß war um länger im Zelt bleiben zu können. Deshalb verbrachten wir den Sonntagnachmittag, wieder in Mérida angekommen, auch nur im Bett. Die nächsten Tage hatten alle mit den Nachwirkungen des Trips zu kämpfen, da alle furchtbar von widerlich kleinen Strandmücken zerstochen wurden.
Aktuell geht hier eine Krankheit um, die sich "Chikunguya" nennt. Symptome sind unter anderem Fieber, Schwindel,.. aber das wohl schlimmste: man darf anschließend 6 Monate keinen Alkohol trinken. Deswegen sind jetzt alle am zittern und hoffen dass sie die Krankheit nicht bekommen :D
In der folgenden Woche waren wir, wie gesagt, dann nur mit unseren Parciales beschäftigt ...
Nachdem wir aber am Donnerstag (1.10) unsere letzte Prüfung hinter uns gebracht hatten, feierten wir dies noch am selben Tag gebührend im Tequila(unser Lieblingsclub hier in Mérida, in dem es immer von 23:00 Uhr bis 02:00 Uhr barra libre gibt).
Letztes Wochenende blieben wir mal wieder komplett in Mérida. Freitag stand ein mexikanisches Oktoberfest an, veranstaltet vom "Bierhaus", einem deutschen Restaurant. Dort gönnten wir uns unsere erste Breze seit zweieinhalb Monaten! Diesen unglaublichen Moment müssen wir wohl auch nicht näher erläutern. Ansonsten hatte die Veranstaltung nicht viel mit dem Oktoberfest gemein, es gab nur Bier in Dosen oder Flaschen und draußen auch keine Musik. Allerdings hatten wir wegen unseres europäischen Aussehens auch gleich Fans, die "unauffällig" Fotos von uns machten und uns durchgehend anstarrten, was sie nach einigen freundlichen Aufforderungen aber großzügigerweise unterließen. Trotzdem verbrachten wir einen schönen Abend.
Samstagmorgen besuchten wir ein vegetarisches Festival im Zentrum (wir konnten zuerst auch nicht glauben dass es sowas im fleischliebenden Mexiko gibt) und probierten viele leckere Sachen wie zum Beispiel Ceviche, ein sehr beliebtes Gericht aus rohem Fisch (normalerweise, in unserem Fall mit Champignons), Zwiebeln, Tomaten und Limettensaft. Satt und glücklich ging es am Nachmittag dann auf die Pool-Geburtstagsfeier eines Freundes und abends noch in einen Club(natürlich mal wieder ins Tequila :D). Sonntag waren wir dann aber zu müde um das Haus zu verlassen und verbrachten den Nachmittag deshalb entspannt bei uns am Pool.
Bis dann,
Becky & Laura
P.S Wir haben euch noch gar nicht unseren neues Haustier vorgestellt! Gestatten, Roberto-Nils:
Ein Opossum, das unsere Küche nachts besucht und von unserem mexikanischen Mitbewohner heiß und innig geliebt und immer mit neuem Essen begrüßt wird (was vermutlich der Grund ist warum er immer wieder kommt). Er ist uns auf jeden Fall lieber als die Kakerlaken, die wir leider auch ab und an bei uns vorfinden (lässt sich hier leider nicht vermeiden).










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