Donnerstag, 15. Oktober 2015

Halbzeit!

Kaum zu glauben, dass die Hälfte unseres Semesters in Mérida tatsächlich schon vorbei ist.. Die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug. Wir wünschten, wir könnten sie anhalten um länger hierzubleiben, denn wir haben uns wirklich voll und ganz in Mérida und allgemein in Mexiko verliebt!

Weiter im Text. Vergangenes Wochenende stand ein Ausflug der anderen Art an. Wir wurden gefragt ob wir an einem Tagestrip zu einem Dorf in der Nähe teilnehmen wollten, bei dem die Organisationen "Mexplorando", die Firma "UNE" und unsere Universität einen Tag mit den Kindern verbringen wollten. Natürlich sagten wir zu und waren gespannt darauf, wieder eine andere Seite des Landes kennenzulernen.

Geplanter Treffpunkt am Samstag war neun Uhr. Das Aufstehen gestaltete sich schwieriger als gedacht, da wir uns am Abend zuvor spontan zum weggehen entschlossen hatten und deswegen weniger Schlaf bekommen hatten als eigentlich geplant. Nichts desto trotz fanden wir uns pünktlich am Treffpunkt ein und bezahlten diesen Fehler direkt mit eineinhalb Stunden warten (diesmal kam der Busfahrer zu spät). Langsam sollten wir wirklich was dazu lernen..

Während der Fahrt durchquerten wir Wald und Wiesen über sehr holprige Straßen und auch verschiedene andere Dörfer. Dabei wurde uns wieder die große Schere zwischen Arm und Reich bewusst, die es hier in Mexiko gibt. In Mérida gibt es Straßen mit unglaublich luxuriösen Villen, während die Leute in den Dörfern teilweise in Hütten mit Strohdächern wohnen.
"Unser" Dorf hieß Mucuiche. Wir fanden uns auf einem großen (glücklicherweise auch überdachtem) Platz ein und innerhalb von zehn Minuten waren wir umringt von aufgeregten Kindern. Danach verbrachten wir den halben Tag damit, Spiele mit ihnen zu spielen und verteilten am Ende auch Geschenke. Die glücklichen Gesichter der Kinder zu sehen war unbeschreiblich und es war auf jeden Fall eine besondere und ganz neue Erfahrung.

#SomosUNEyMexplorando
#SomosUNEyMexplorando

 
Danach verließen wir das Dorf und fuhren noch weiter zu einer Cenote im Nachbardorf, die einfach mitten zwischen den Häusern gelegen war. Diese war bisher die mit dem wohl klarsten Wasser und wir trafen auch Taucher die gerade auf dem Heimweg waren (tauchen in einer Cenote will Becky unbedingt auch noch ausprobieren!). Wir entspannten uns eine Weile im kühlen Wasser (es war natürlich auch wieder unglaublich heiß gewesen) und traten anschließend den Heimweg an.

(Mal noch etwas anderes.. Leider sahen wir auf diesem Ausflug auch wieder viele streunende Hunde und Katzen, was in Mexiko leider total normal ist. Auch auf dem Parkplatz 'unseres' Einkaufszentrums in Mérida treffen wir jeden Abend nach der Uni abgemagerte Hunde an, die aber auch sofort weglaufen sobald man sich ihnen nähert (die Menschen hier bewerfen sie oft mit Steinen, da sie Angst haben dass sie ihnen Essen stehlen). Uns stimmt das ganze jedes Mal wieder sehr traurig, aber wir haben leider keine Möglichkeit etwas dagegen zu tun..)

Nach unserer Rückkehr und einer kurzen Siesta ging es dann abends noch auf das "richtige" Oktoberfest Méridas, welches jährlich auf einem großen Platz unter anderem von der Firma Corona veranstaltet wird. Diesmal gab es sogar eine deutsche Band die deutsche Lieder spielte! Wir feierten und tanzten zusammen mit unseren internationalen Freunden zu "Atemlos" und Franziskanerbier. Das einzige was uns etwas verwirrte war der Auftritt einer Gruppe die Schuhplattln vorführte, was uns aber eher an Ballett erinnerte! Lustig anzusehen war es aber allemal.




So, soviel zu unserer Woche.
Bis demnächst,

Becky & Laura

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